Tage der Retter im Leo-Center

  • Bericht vom 17.03.2011
  • In der Woche vom 28. März bis zum 2. April präsentierten sich die Leonberger Hilfsorganisationen im Leo Center. Gemeinsam mit den Ortsvereinen des THW, Roten Kreuz und dem DLRG, sowie der Polizei präsentierte sich die Freiwillige Feuerwehr Leonberg mit Informationsständen, Schauübungen und Brandschutzerziehung für Groß und Klein.
    An einem „gläsernen Haus“ wurde interessierten Besuchern das Verhalten des lebensgefährlichen Rauchs bei einem Brand erklärt. Mit umfangreichen Schauübungen und Darbietungen konnten wir über unsere breitgefächerten Aufgaben und über unsere Motivation in diesem besonderen Ehrenamt informieren.
    Samstags wurde zusätzlich ein Feuerlöschtraining für Erwachsene angeboten. Feuerwehrleute erklärten an einem Container die Vorgehensweise beim Brandeinsatz und demonstrierten den Vorteil einer Wärmebildkamera. Eine Spielstraße für Kinder rundete das breitgefächerte Angebot ab.

    Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Besuchern unseres Informationsangebotes im Leo-Center und freuen uns über das entgegengebrachte Interesse an Ihrer Freiwilligen Feuerwehr Leonberg.

    Weitere Bilder finden Sie auf unserer Jubiläumsseite unter:
    www.feuerwehr-leonberg.de/150jahre


    Artikel von Diana Sprung aus der Leonberger Kreiszeitung vom 04.04.2011

    Das eine Dach sichern, das andere öffnen

    Leonberg Zum Abschluss der "Tage der Retter" haben verschiedene Verbände gezeigt, was sie können.

    Polizei, Feuerwehrauto, Krankenwagen und ein Fahrzeug des Technischen Hilfswerks THW. Wer am Samstag am Leo-Center vorbeikam, konnte glauben, es habe sich eine Katastrophe in dem Einkaufszentrum ereignet. Doch halb so schlimm: Zum Abschluss der "Tage der Retter" stellten sich die vier Organisationen sowie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG gemeinsam vor. Und da durften natürlich die jeweiligen Einsatzfahrzeuge nicht fehlen.

    In der vergangenen Woche haben sich die Rettungskräfte jeweils einzeln präsentiert. Am Samstag zählte nun das Miteinander. So wie bei einer Vorführung, bei der die Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und THW einen Unfall nachstellten. Das Szenario: Ein Auto ist gegen die Parkhauswand geprallt, in dem Wagen befindet sich ein Verletzter, außerdem droht die Betondecke einzustürzen.

    Die Feuerwehr eröffnete mit Blaulicht den Einsatz. Sofort nach ihrem Eintreffen machten sich die Retter daran, die verletzte Person zu bergen. Der stellvertretende Leonberger Abteilungskommandant Torsten Bareither erklärte dabei den Zuschauern, was die Wehrleute dabei beachten müssen und worauf es bei einer Bergung speziell ankommt.

    Nach einigen Minuten trafen auch die Helfer vom DRK ein und übernahmen die medizinische Versorgung. "Wie sich herausstellt, ist der Verletzte im Beinbereich eingeklemmt. Außerdem hat der Gruppenleiter festgestellt, dass das Parkhaus instabil ist. Deshalb hat er die Kollegen vom THW angefordert, damit sie das Dach stützen", erläuterte Bareither dem Publikum. Ganz anders erging es dem Dach des Autos: Die Feuerwehrleute klappten es kurzerhand nach hinten weg, was spontanen Szenenapplaus zur Folge hatte. Auch Jakob Junginger zeigte sich davon beeindruckt: "Es ist toll, wenn man sieht wie stark die Technik und die Leute sind und dass man damit Menschen retten kann", sagte der Neunjährige. "Am spannendsten fand ich, wie sie das Dach weggeklappt haben. Das sah richtig cool aus", bekräftigte Jakob und schaute zu, wie das DRK und die Feuerwehr den Verletzten gemeinsam aus dem Wagen hoben. Derweil war auch das THW eingetroffen und brachte Stützen an, damit das Dach nicht einstürzt und der Wagen entfernt werden konnte. Damit war der Einsatz der Rettungskräfte beendet, noch einmal gab es kräftigen Applaus von den Zuschauern.

    Torsten Bareither nahm es zufrieden zur Kenntnis: "Die Feuerwehr hat 425 Einsätze im Jahr. Und die werden alle von Freiwilligen geleistet, die zu jeder Tages- und Nachtzeit aus ihrer Freizeit herausgerissen werden", betonte er. Ein Umstand, den auch Diana Bäßler, die Managerin des Leo-Centers, unterstreicht: "Mit Ausnahme der Polizei sind die Rettungsdienste vor allem die Sache von Ehrenamtlichen. Sie riskieren ihr Leben, um uns zu retten". Deshalb sei es ihr auch wichtig, über die Arbeit der Rettungsverbände zu informieren. "Wenn nicht gerade ein Notfall ist, werden sie viel zu wenig wahrgenommen", bedauert die Center-Managerin.

    Darum konnten sich die Besucher des Leo-Centers in der vergangenen Woche auch an mehreren Ständen über die Arbeit der Helfer informieren und bei verschiedenen Vorführungen einen Eindruck von ihrer Leistung bekommen. Mit Erfolg: "Einige Zuschauer haben sogar Interesse gezeigt, selbst Mitglied bei uns zu werden", erzählt Torsten Bareither. Mit ihnen wird sich die Feuerwehr bald in Verbindung setzen. Vielleicht sind ja einige von ihnen bald selbst bei den Einsätzen dabei.
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