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Dachstuhlbrand in der Altstadt


Einsatzdaten

Datum: 26.06.2026 Alarmzeit: 22:49 Uhr Stichwort: Großbrand Einsatzort: Leonberg, Marktplatz

Einsatzfahrzeuge

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Einsatzbericht

Am 26.06.2026 um 22:49 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Leonberg mit der Meldung "Mehrfamilienhaus am Marktplatz, Feuer und Rauch im 3. Obergeschoss" in die eng bebaute Leonberger Altstadt alarmiert. Auf Grund der Vielzahl der Anrufe erhöhte die integrierte Leitstelle Böblingen noch vor dem Eintreffen der Einsatzfahrzeuge die Alarmstufe von "Brand 2" auf "Brand 3". Dies bedeutet Vollalarm für die Gesamtfeuerwehr Leonberg. Zusätzlich werden bei dieser Alarmstufe der Kreisbrandmeister, die Führungsgruppe des Landkreises Böblingen, die Drehleiter der Feuerwehr Gerlingen und der Gerätewagen Messtechnik der Feuerwehr Sindelfingen initial mitalarmiert.

Schon auf der Anfahrt sahen die Besatzungen der Einsatzfahrzeuge den orangeroten Feuerschein und eine hoch lodernde Flammensäule über der Altstadt. Jetzt war allen klar, dass dies ein herausfordernder und möglicherweise auch gefährlicher Einsatz werden würde. Beim Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeuges um 22.54 Uhr auf dem Marktplatz brannte der Dachstuhl eines dreigeschossigen Fachwerkhauses in voller Ausdehnung. Die beiden direkt angrenzenden Fachwerkhäuser drohten jederzeit ebenfalls in Brand zu geraten. An einem Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite waren bereits die Kunststoffrollläden geschmolzen, sodass auch hier mit einer baldigen Brandausbreitung gerechnet werden musste. Die sofortige Nachfrage des Einsatzleiters bei umstehenden Passanten ergab, dass sich vermutlich noch eine Person im Brandgebäude befindet.

Die Besatzung des ersten Löschfahrzeuges nahm sofort ein Rohr im Außenangriff zur Kühlung der umliegenden Gebäude vor. Parallel hierzu durchsuchten zwei Atemschutztrupps das brennende Gebäude nach der vermissten Person. Diese meldete sich glücklicherweise nach kurzer Zeit persönlich bei der Einsatzleitung und bestätigte, dass sich definitiv keine Personen mehr im Brandgebäude aufhalten würden. Damit konnte sich die Feuerwehr auf die Brandbekämpfung sowie die Kontrolle und Evakuierung der Nachbargebäude konzentrieren. Über die Drehleiter der Feuerwehr Leonberg wurde mit den Wasserwerfer und einem zusätzlichen Handrohr mit der Brandbekämpfung und der Kühlung der Dächer der Nachbargebäude begonnen. Unterdessen nahmen mehrere Atemschutztrupps der in kurzer Folge eintreffenden Löschfahrzeuge über tragbare Leitern und das Treppenhaus weitere Schlauchleitungen in das südlich angrenzende Nachbargebäude vor. Neben der Brandbekämpfung über die Fenster hatten diese Trupps den Auftrag, das Gebäude auf eventuell darin verbliebene Personen zu durchsuchen.

Durch den intensiven Brand im Dachstuhl waren dessen stützende und aussteifende Holzbalken schneller als üblich durchgebrannt. Hierdurch wurde der Giebel zunehmend instabil und neigte sich nach außen. Glücklicherweise hatten die Feuerwehrleute die drohende Gefahr rechtzeitig erkannt und den unmittelbar gefährdeten Bereich unter dem Giebel verlassen. Auch die Besatzung der Drehleiter hatte den Leitersatz so positioniert, dass dieser nicht von den Trümmern getroffen wurde. Trotzdem war es für die Feuerwehrleute eine eindrückliche Erfahrung, als die obere Giebelhälfte in einem Funkenregen krachend auf den Marktplatz stürzte. Da eine Ausbreitung des Brandes auf die umliegenden Gebäude unter allen Umständen vermieden werden musste, forderte die Einsatzleitung unter Kommandant Wolfgang Zimmermann zwei weitere Drehleitern und fünf Löschfahrzeuge zur Unterstützung an. Neben der Drehleiter aus Leonberg kamen die Leitern aus Gerlingen und Renningen am Brandgebäude zum Einsatz.

Durch den umfassenden Löschangriff konnte der Dachstuhlbrand relativ zügig unter Kontrolle gebracht werden. Unklar war unterdessen, ob sich das Feuer auf die beiden angrenzenden Gebäude ausgebreitet hatte. Historische Fachwerkgebäude weisen in der Regel in Wänden und Decken zahlreiche Öffnungen und Hohlräume auf, in denen sich ein Brand unbemerkt ausbreiten kann. Wird ein solcher Brand nicht rechtzeitig entdeckt und gelöscht, führt dies zum Totalverlust des Hauses, sprich es brennt früher oder später lichterloh. Das östlich gelegene Nachbarhaus zeigte keinerlei Anzeichen auf ein solches verstecktes Brandereignis. Anders das südlich angrenzende Haus. Hier war nach einiger Zeit eine zunehmende Rauchentwicklung zu beobachten. Umgehend wurden daher die Atemschutztrupps in den einzelnen Geschossen damit beauftragt, die Wände freizuräumen und diese mit Wärmebildkameras auf Hitzeentwicklung zu untersuchen. Zur Lokalisation von möglichen Schwelbränden im Dachbereich kam eine Drohne mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Im Laufe dieser Maßnahmen wurde in den Wänden und im Bereich des Daches mehrere Schwelbrände entdeckt, mit Brechwerkzeugen freigelegt und anschließend gelöscht.

Kreisbrandmeister Martin Amler verschaffte sich gemeinsam mit der Einsatzleitung einen Überblick über die Lage und unterstützte die Koordination der Einsatzmaßnahmen. Ebenfalls an der Einsatzstelle waren Oberbürgermeister Tobias Degode sowie Bezirksbrandmeister Adrian Wibel vom Regierungspräsidium Stuttgart, die sich über den Einsatzverlauf informierten und im engen Austausch mit der Einsatzleitung standen.

Ab ca. 03:00 Uhr wurden die ersten überörtlichen Kräfte aus dem Einsatz entlassen. Gegen 05:00 Uhr waren die Löscharbeiten dann nahezu abgeschlossen die meisten Feuerwehrleute konnten in die Feuerwehrhäuser zurückkehren und dort die Einsatzbereitschaft ihrer Fahrzeuge wieder herstellen. Vor Ort blieb eine Brandwache und die Besatzung der Drehleiter. Letztere unterstützte die Einsatzkräfte des THW bei der Sicherung des Brandgebäudes. Hier musste unter anderem ein einsturzgefährdeter Kamin abgetragen werden.

Die Feuerwehr Leonberg bedankt sich bei den Veranstaltern und Teilnehmern des zeitgleich mit dem Brand auf dem Marktplatz stattfindenden Streetfoodfestivals für ihr besonnenes Verhalten.


Am Einsatz beteiligte Einheiten:
Gesamtfeuerwehr Leonberg (Einsatzfahrzeuge siehe Übersicht oben) und die Feuerwehren aus Gerlingen, Magstadt, Renningen, Rutesheim und Sindelfingen Weissach, mit fünf Löschfahrzeugen, vier Drehleitern, einem Gerätewagen Messtechnik und einem Wechselladerfahrzeug. Außerdem die Führungsgruppe des Landkreises Böblingen mit einem Einsatzleitwagen und das Team Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises Böblingen. (Insgesamt 120 Einsatzkräfte)

DRK-Rettungsdienst und der DRK-Ortsverein Leonberg mit 19 Einsatzkräften und 6 Fahrzeugen

Polizeipräsidium Ludwigsburg mit 4 Einsatzkräften und 2 Fahrzeugen

THW Ortsverband Leonberg mit 13 Einsatzkräften und 4 Fahrzeugen

Andreas Rometsch Andreas Rometsch Andreas Rometsch Freiwillige Feuerwehr Leonberg Andreas Rometsch Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg AK Öffentlichkeitsarbeit KFV Böblingen AK Öffentlichkeitsarbeit KFV Böblingen AK Öffentlichkeitsarbeit KFV Böblingen AK Öffentlichkeitsarbeit KFV Böblingen Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg Freiwillige Feuerwehr Leonberg